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IM BILDE SEIN

Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. Das Bild kann sowohl Zugang zur Welt eröffnen als auch Distanz zu ihr schaffen. Die zentrale Frage lautet daher: „Sehen wir die Welt – oder nur ihr Bild?“ Die Schriftinstallation verweist auf die Geschichte und Gegenwart des Hauses Volkart: Einerseits auf das koloniale Weltbild der 1851 gegründeten Rohstoffhandelsgesellschaft Gebrüder Volkart, das sich bis heute im Dekor des ehemaligen Verwaltungssitzes – besonders im hölzernen Globus mit seiner imperial geprägten Kartografie – bildhaft manifestiert. Andererseits auf die 1999 gegründete Volkart Stiftung, die aus den unternehmerischen Tätigkeiten hervorging und sich heute der Förderung von Medienvielfalt und Bildkompetenz als Basis für Meinungsbildung und demokratischen Diskurs verpflichtet. Die montierten Kabel sind Symbol und verweisen auf die verborgene Materialität digitaler Bilder und auf die unsichtbare Infrastruktur interkontinentaler Verbindungen. Was im Alltag oft immateriell erscheint – Datenströme, Kommunikation, Bilder – beruht in Wirklichkeit auf hochkomplexen materiellen Grundlagen: Kupfer, Lithium, seltene Erden, Quarzsand und andere Rohstoffe, die in globalen Netzwerken verarbeitet und transportiert werden. Damit stehen die Leitungen nicht nur für technische Leistungsfähigkeit, sondern zugleich für die geopolitischen Spannungen, die mit der Gewinnung und Verteilung dieser Ressourcen verbunden sind. Die symbolische Dimension verweist auf gegenwärtige Formen des Neokolonialismus: Regionen des globalen Südens liefern die benötigten Rohstoffe, während die Zentren des globalen Nordens von den daraus entstehenden technologischen und ökonomischen Vorteilen profitieren. So werden die Kabel zu einem Sinnbild für die Ambivalenz digitaler Welten: Sie ermöglichen globale Vernetzung und Wissenszirkulation, machen jedoch zugleich Abhängigkeiten und Ungleichheiten des digitalen Fortschritts deutlich.

Zähringer3

<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .</p>

evaCASA S6

<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr.</p>

Ai Weiwei Peking4

Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr.

evaCASA S5

<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .</p>

evaCASA S3

<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .</p>

Zähringer2

<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .</p>

Ai Weiwei Peking3

Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .

Zähringer

<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .</p>

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<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .</p>

Ai Weiwei Peking

<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .</p>

Lombok Pool House

<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .</p>

evaCASA S1

<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .</p>

Ai Weiwei Peking1

<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .</p>

Lombok Pool House

Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr.

Zähringer1

<p>Im Atrium des Volkarthauses zieht sich ein leuchtend oranger Leitungsstrang entlang des Geländers der umlaufenden Galerie. Seine Enden formen sich zu den Worten WELT und BILD, stellt sie einander gegenüber und miteinander in Verbindung zu WELT-BILD und BILD-WELT. Es stellt sich die Frage nach Bedeutung, Zusammenhang und Kontextualisierung der beiden Begriffe. „Was ist das — ein Weltbild? Offenbar ein Bild von der Welt. Aber was heißt hier Welt? Was meint da Bild?“ fragt Martin Heidegger 1938 in seinem Vortrag ,Zeit des Weltbildes’. „(...) Wir meinen damit die Welt selbst, sie, das Seiende im Ganzen, so wie es für uns maßgebend und verbindlich ist. Bild meint hier nicht einen Abklatsch, sondern jenes, was in der Redewendung herausklingt: wir sind über etwas im Bilde. (...) Weltbild, wesentlich verstanden, meint daher nicht ein Bild von der Welt, sondern die Welt als Bild begriffen.“1 Weltbilder entstehen aus Weltanschauungen, und Bilder spielen dabei als zentrales Medium der Welterfahrung und des Erkenntnisprozesses eine entscheidende Rolle. Weltanschauungen beruhen auf Bildhaftigkeit und manifestieren sich in ihr. .</p>

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